Gibt es eine Krebsdiät?

Weder während meines Medizinstudiums in den frühen 80ern, noch in der darauf folgenden Zeit als niedergelassener Arzt, erreichten mich irgendwelche fachlichen Hinweise bezüglich einer Ernährungsweise, die von Krebspatienten eingehalten werden soll. Auch meine betroffenen Patienten gaben auf meine Frage, welche Ernährungsempfehlungen sie von ihrem Onkologen erhielten, meist die Antwort: gar keine. Manchen wurde empfohlen, alles zu essen, was ihnen schmeckt, weil ja schließlich die vom Krebs verursachte Auszehrung (Kachexie) das größte Hindernis für eine aggressive Therapie darstelle. So gönnten sich viele auch öfter mal was Süßes, nicht nur wegen des Genusses, sondern auch wegen der kleinen Wohltat für die gestresste Seele. Ich kann mich an eine Brustkrebs-Patientin erinnern, deren Ehemann ihr jeden Abend Zitroneneis mit Champagner an´s Krankenhausbett brachte; als Erinnerung an gemeinsam verlebte Urlaube.

Während meiner Zeit als niedergelassener praktischer Arzt mit Schwerpunkt Naturheilverfahren, begegneten mir die unterschiedlichsten Ansichten zum Thema Ernährung bei Krebserkrankung. Die Budwig-Diät, die allgemeine Empfehlung Fleisch zu meiden, oder die makrobiotische Diät. Der Nachteil war, dass keine dieser Empfehlungen eine wissenschaftlich plausible Begründung für ihre propagierte Wirksamkeit aufzeigen konnten. Es war mir klar, dass der Grund in unserem noch stark mangelnden Verständnis der Krebserkrankung selbst lag.

Vor zwei Jahren begegnete mir nun die Arbeit von Prof. Thomas Seyfried der mit seinem Buch „Krebs als Stoffwechselerkrankung“  den Grundstein für mein heutiges Verständnis dieser „Erkrankung“ legte. Seine klare Beweisführung zur Ursache von Krebs hat nun endlich die Tür für eine erfolgreiche Therapie geöffnet. Mehr dazu unter: „Wie entsteht Krebs.“ Bisher wird die Arbeit von Prof. Seyfried von der medizinischen Krebsforschung jedoch weitestgehend ignoriert. (Es gibt ein paar plumpe Versuche der Diskreditierung; mehr dazu im „Tagebuch“)

Leider schließt die vorwiegende Theorie der Krebsentstehung jegliche Mithilfe des Patienten, bei der Therapie, von Anfang an aus. Diese Theorie erklärt die Entstehung des Krebses mithilfe einzelner Mutationen an unseren Genen, welche durch Strahlung, krebserregende Gifte oder Viren ausgelöst werden. Sobald diese Mutationen an wichtigen Genen (Onkogen, Tumor Suppressor Gen) geschehen und nicht rechtzeitig repariert werden, entsteht Schritt für Schritt Krebs. Diese krebserzeugenden Faktoren zu meiden ist damit Alles, was Sie tun können. Wenn der Krebs erst einmal entstanden ist, dann muss dieser durch Strahlen, Operationen und (oft selbst krebserregende) Gifte (Chemotherapie) abgetötet werden. Sie selbst können da nicht viel beitragen. Deshalb sagen die meisten Mediziner: „Eine Krebsdiät gibt es nicht!“

Die Theorie von Prof. Seyfried wurde inzwischen sowohl in Tierversuchen, als auch beim Menschen, nachgewiesen. Sie sieht die Ursache der Krebsentstehung in einer Fehlfunktion unserer Mitochondrien. Diese ist durch diätische Maßnahmen sehr wohl beeinflussbar. Mehr dazu unter: „Die Krebsdiät“.

Zusammenfassend könnte man sagen, dass es gerade einen Krieg der Anschauungen bezüglich der Ursache von Krebs gibt. Solange dieser Krieg noch nicht beendet ist, müssen Sie sich selbst eine Meinung bilden. Auf diesem Blog erhalten Sie Informationen zu der Stoffwechsel-Theorie der Krebsentstehung. Falls Sie sich entscheiden sollten, den Empfehlungen dieses Blogs zu folgen, stehe ich Ihnen gerne beratend zur Verfügung.

Viel Erfolg!

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