Krebs heilen

Heilt die hier vorgestellte Krebsdiät Ihren Krebs? NEIN!

Verbessert die Krebsdiät ihre Chancen, den Krebs zu heilen? JA!

Ziel der hier vorgestellten Krebsdiät ist es, Ihre Erfolgschancen zu verbessern, egal welche anderen Therapien zur Krebsheilung angewendet werden. Ich werde Ihnen die Arbeit von Dr. Eugene Fine vorstellen, der in seinen Studien die Krebsdiät anwendet. Auch möchte ich Ihnen Therapieansätze vorstellen, welche erst in der Zukunft voll zum tragen kommen werden. Hierzu gehört die zusätzliche Gabe von Stoffen wie 3-Bromopyruvat, 2-Desoxyglucose und Dichloracetat. Auch die Anwendung von hyperbarem Sauerstoff, parallel zur Krebsdiät, werden wir besprechen. Diese Methode wird gerade von D´Augustino und Seyfied intensiv erforscht.

Erst wenn die Mitochondrien in ihrer Funktion massiv gestört sind kommt es zur Entwicklung einer Krebserkrankung! (Prof. Dr. Thomas Seyfried)

mitochondrium

Abbildung: Mitochondrium

Wie wir wissen wird in den Mitochondrien, bei einem gesunden Stoffwechsel, über 90% der Energie unseres Körpers in Form von ATP hergestellt. Diese geheimnisvollen Strukturen, die wahrscheinlich von Protobakterien abstammen, befinden sich in fast allen Körperzellen (außer Erythrozyten). Die äußere Membran ist kapselartig und die innere Membran ist strak gefaltet. Auf der inneren Membran befinden sich die höchst spezialisierten Eiweiß/Enzymstrukturen unseres gesamten Organismus (die Elektronen-Transport-Kette). Hier wird aus unserem Essen schließlich Energie.

Mitochondrien sind ausgefeilte Energieerzeuger. Sie benützen eine Art umgekehrte Photosynthese, indem sie von Kohlehydraten und Fetten Wasserstoffatome mit überschüssigen Elektronen (Hydrid-Ionen) abspalten und das frei werdende Elektron stufenweise von einem sehr energiereichen Zustand über mehrere Quanten-Schritte zu einem energieärmeren Elektron umwandeln, das dann zur Bildung eines Moleküls H2O und eines Moleküls CO2 verwendet wird. Dabei werden 32 energiereiche Phosphate (ATP-Moleküle) aus ADP und Phosphat hergestellt.

Alle diese Prozesse sind äußerst Komplex und verlangen ein optimales Zusammenspiel. Dies ist in einer gesunden Zelle gewährleistet. Eine Krebszelle unterscheidet sich massiv von der Funktion einer gesunden Zelle. Der Unterschied zwischen einer Krebszelle und einer gesunden Zelle liegt in der Art und Weise wie Energie erzeugt wird. Die Krebszelle kann keine Fette zur Energieerzeugung nutzen. Sie ist auf Zucker (aus Kohehydraten) angewiesen und kann diesen nur auf primitive urzeitliche Art in Energie umwandeln: über die Fermentation. Die Krebszelle atmet nicht mehr.

Wie schalten geschädigte Zellen von Respiration (Atmung) auf Fermentation um?

Mitochondrien haben eine Rückkoppelungs- Funktion die es ihnen erlaubt, auf kurzfristige Belastungen oder Schäden zu reagieren. Diese mitochondriale Rückantwort („retrograde response“) ist also ein Regulationswerkzeug, das der normalen zellulären Regulation entgegen läuft. Normalerweise bestimmen die Gene im Zellkern, was in der Zelle passiert. Bei der mitochondrialen Rückantwort steuern die Mitochondrien die Genexpression und damit den Zellstoffwechsel. Sie regen so z.B. die vermehrte Bildung von Glykolyse-Enzymen an, um die Zelle auf die Fermentation vor zu bereiten. Diese mitochondriale Rückantwort ist mit anderen Gen-Aktivierungs- Prozessen gekoppelt, die zu den krebsfördernden Stoffwechselprozessen gehören. Sie haben vielleicht schon vom „mTor“ Prozess gehört, andere dieser Prozesse heißen: „ Myc, Ras, HIF-1alpha und Akt“.

Interessant ist also dass die Stressrückkopplung aus den Mitochondrien nicht nur die Umstellung der Zelle auf Fermentation fördert, sondern auch direkt krebsfördernde Stoffwechselprozesse in Gang setzt. Mit der Aktivierung der Fermentations-Gene werden gleichzeitig andere Gene gebremst, welche für die Aktivierung der sauerstoffbasierten Energiegewinnung zuständig sind. Diese gebremsten Gene Produzieren aber normalerweise auch Stoffe, welche als Tumor- Suppressor- Gene bekannt sind (p53, APE-1 und SMC4). Damit bremst aber die Fermentations-Umschaltung in der Zelle die Reparatur-Funktionen an der DNA aus. Warum erfolgen diese ungünstigen und schließlich Krebs fördernden  Schritte? Eine Schwächung der Mitochondrien geht mit dem Altern einher. Je weniger Energie in form von ATP von unseren Mitochondrien hergestellt wird, desto schwächer wird das Membranpotential der Mitochondrien und der Zellen. Dieses Membranpotential ist für eine gesunde Funktion und Steuerung aber nötig. Das Membranpotential entsteht indem Natrium und Kalzium aus der Zelle heraus gepumpt werden. Normaler weise werden die Mitochondrien welche ein zu geringes Membranpotential aufweisen, beim ersten Stress abgebaut (Mitophagie) und durch neue, besser funktionierende Mitochonrien ersetzt. Bei einer Tumorzelle können sich die Mitochondrien nicht mehr durch Verschmelzung und DNA –Austausch reparieren. Die mitochondriale Rückkopplung wird so zum Dauerzustand.

Die Folgen dieses Dauerzustands sind:

  • Es werden immer mehr Radikale (ROS) gebildet; die Oxidation läuft ungebremst und zerstörerisch.
  • Eisen-Schwefel-Verbindungen werden zerstört. Diese werden für die Elektronen-Transport-Kette benötigt.
  • Ein sogenanntes P-Gluykoprotein wird aktiviert. Dieses pumpt toxische Stoffe aus der Zelle (wodurch auch bestimmte Chemotherapeutika in ihrer Wirkung blockiert werden).
  • Die Mitochondrien verlieren die Fähigkeit den programmierten Zelltod auszulösen.

Normalerweise würden die Mitochondrien in einer Zelle, welche unter einen enormen oxidativen Stress kommt, ein Programm auslösen, das zum Absterben der Zelle (Apoptose) führt. Dies passiert dauernd in unserem Körper und ist ein Schutzmechanismus, der verhindern soll, dass Zellen mit eventuell genetischen Defekten weiter leben und so Schaden anrichten. In jedem Moment werden in Ihrem Körper zig Zellen welche einen Schaden am Genom aufweisen und deshalb als präkanzerös gelten, ausrangiert. Wenn jedoch die Fermentation in einer Zelle überwiegt und die mitochondriale Rückkopplung und Prozesse wie der mTor Stoffwechselweg aktiviert wurden, dann wird genau diese rettende Reißleine des Zelltods umgangen und selbst Zellen mit massivsten Genschäden leben ungehindert weiter und vermehren sich sogar.

  • Kalzium leckt aus den Mitochondrien ins Zellplasma. Dadurch fehlt das Kalzium z.B. für den Schutz der Chromosomen-Spindel, welche für die saubere Trennung der Chromosomen bei der Zellteilung sorgt. So können ungleiche Trennungen und damit immer neue Genschäden entstehen.

Gestörte Mitochondrien können gesunde Zelle in nah und nach in Krebszellen verwandeln. Aus der Sicht der Evolution macht dies erst einmal keinen Sinn. Wie kam es zu dieser Entwicklung?

Vor Milliarden von Jahren hatte die Atmosphäre der Erde kaum Sauerstoff. Es gab noch keine Pflanzen. Die existierenden Mikroorganismen benutzten die Fermentation zur Energieerzeugung. Die Vermehrung diese Mikroorganismen lief nicht sehr gesteuert ab. Sie vermehrten sich einfach immer und so schnell wie eben möglich. Die ersten Mitochondrien traten vor 1,5 Milliarden Jahren auf, als es immer höhere Sauerstoffkonzentrationen in der Atmosphäre gab. Je nach Sauerstoffangebot war so ein Umschalten zwischen Fermentation und Respiration möglich.

Diese Anpassung an Sauerstoffmangel-Situationen hinterließ ein Programm in den Mitochondrien, die es ihnen auch heute noch ermöglicht bei Belastung den Zellstoffwechsel auf Fermentation umzustellen. Wir haben es hier also mit einem uralten Überlebensmechanismus zu tun. Später werden wir sehen wie bestimmte Sauerstofftherapien sich dieses alte Programm, im positiven Sinne, zu Nutze machen.

Das Auftreten der Mitochondrien ermöglichte Zellstrukturen, welche einen enormen Energiebedarf haben. So konnten Organe und komplexe Organismen entstehen. Komplexität und Ordnung stehen dem natürlichen Zerfall (Entropie) entgegen und funktionieren nur mit permanenter Energiezufuhr.

Fehlt diese Energiezufuhr, dann kann die Ordnung in den Zellstrukturen nicht mehr aufrechterhalten werden und es kommt zur Rückentwicklung. Die Zellen erinnern sich an den primitiven pilz-ähnlichen Zustand und koppeln sich aus ihrem vorgesehenen Funktions-Plan aus. Es entsteht Krebs.

Diese Krebszellen sind jedoch auf eine andauernde Versorgung mit Glukose angewiesen. Entzieht man den Krebszellen die Glukose, dann kommen Sie unter enormen Druck und werden super empfindlich auf z.B. Sauerstoff. Der Entzug von Glukose ist nicht ganz einfach. Er beginnt mit einer ketogenen Ernährung und enthält zusätzliche Fasten-Phasen. Während sich unsere gesunden Zellen auf eine ketogene Diät umstellen (Ketoadaption), können Krebszellen dies nicht. Während der Ketoadaption empfinden wir keinen direkten Hunger. Fastenperioden sind so leichter zu ertragen. Die gesunden Zellen und das Gehirn können Fette/Ketone verstoffwechseln und sind so geschützt. Die Krebszellen, können weder Ketonkörper noch Fette verstoffwechseln und kommen in eine enorme Belastungssituation. Prof. Seyfried konnte zeigen, dass Krebszellen in diesem Zustand so instabil sind, dass selbst geringe Bestrahlungsdosen zu massivem Absterben der Krebszellen führen, während die gesunden Zellen durch den Ketonstoffwechsel sogar strahlenresistenter sind.

Diagnose: Krebs

Die Diagnose Krebs ist natürlich ein Hammer. Kaum eine andere ärztliche Diagnose erzeugt so viel emotionellen Stress, sowohl bei den Betroffenen als auch bei den Angehörigen und Therapeuten. Grund dafür ist, dass man es, nach dem allgemeinen Verständnis, mit einer Erkrankung zu tun hat, die man „noch nicht ganz versteht“ und die meist als „nicht heilbar“ gilt. Wir erinnern uns an Menschen in unserem Umfeld die oft qualvoll gestorben sind. Wenn man dann eine solche Diagnose präsentiert bekommt, ist es ganz verständlich, dass Betroffene sagen: „das ist wie wenn Ihnen jemand den Boden unter den Füßen wegzieht“. Schließlich vertrauen wir doch – im Notfall – unserer fortschrittlichen modernen Medizin. Wenn einem jedoch stark belastende Behandlungsmethoden wie Chemotherapie, Operation und Bestrahlung angeboten werden und als Ziel eine Verlängerung, der plötzlich so verkürzten Lebenserwartung, um Monate oder bestenfalls ein paar Jahre angestrebt wird, dann fällt man eben in ein Loch.

Natürlich ist es ein gesunder Reflex, nach dem Abschütteln des ersten Schocks, den Kampf gegen den Krebs aufzunehmen. Aber gegen was genau soll man da kämpfen. Schließlich sind die „Gen- Schäden“ ja schon passiert und können nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Sobald sich der von Prof. Seyfried eigeleitete Paradigmenwechsel durchgesetzt hat, wird man Krebs nicht mehr als eine Gen basierte-, sondern als die Stoffwechsel- Erkrankung sehen, die sie ist. Dann kann der betroffene Patient selbst effektiv zur Behandlung beitragen. Ja, sein Verhalten wird der Schlüssel zum Behandlungserfolg sein. Eine Ernährungs- Umstellung wird die schärfste Waffe gegen den Krebs sein, dessen Schrecken dann in unserem kollektiven Bewusstsein langsam verblassen wird.

Dabei ist der Wissenschaft schon lange bekannt, dass bei Diabetikern die Auftretens-Wahrscheinlichkeit von Krebserkrankungen höher und die Prognose ungünstiger ist. Diabetiker vom Typ 2 (90% der Diabetiker) haben einen erhöhten Blutzuckerspiegel und in der Anfangsphase auch erhöhte Insulinwerte. Beide dieser Faktoren tragen zur Entwicklung einer Krebserkrankung bei. Beide führen zu einer Kaskade von Entzündungs- und Tumorwachstums- fördernden Faktoren. So führt ein erhöhter Insulin-Wert z.B. zu einer Erhöhung des IGF-1 (Insulin- like Groth Faktor 1). Krebszellen welche Rezeptoren für diesen Stoff haben, wachsen viel schneller (über die Aktivierung der Stoffwechselwege „PI3K, Akt und HIF“). Die so aktivierten Stoffwechselwege führen zudem zu einer schnelleren Zellteilung, zu einer Umgehung des programmieren Zelltods (Apoptose-Hemmung) und zu einer vermehrten Neubildung von Blutgefäßen („Angioneogenese“). Ohne die so induzierte Gefäß-Neubildung könnte kein Tumor die Größe von 2 mm (Durchmesser) überschreiten! Wenn wir also Fett statt Zucker/Kohlehydrate als unsere Energiequelle nutzen, dann wird kein vermehrtes Insulin ausgeschüttet. Es kommt nicht zu diesen Aktivierungs- Prozessen und ohne Gefäß- Neubildung kann der Tumor nicht wachsen.

Zusammenfassend sagt Prof. Seyfried also: Unabhängig davon welche Art von Krebs jemand hat und welchen Grad die Erkrankung erreicht hat. Und auch unabhängig davon welche genetischen Marker auf welch immer geartete Mutationen hinweisen, ist Krebs nicht jedes Mal eine andere Erkrankung auf die jeweils anders reagiert werde muss, sondern immer eine Erkrankung der Mitochondrien. Zellen mit gestörten Mitochondrien können nur noch auf Glukose und zum Teil auf die Aminosäure Glutamin als Energielieferant zurückgreifen. Während gesunde Zellen flexibel sind und auch Fette (Ketonkörper) als Energielieferant nutzen können, haben Krebszellen diese Möglichkeit nicht. Gesunde Zellen funktionieren sogar besser auf Ketonkörper- Basis. So haben Kinder mit Epilepsie z.B. keine Anfälle mehr, wenn das Gehirn Ketonkörper statt Zucker als Brennstoff erhält. Die Gehirnzellen können in der Ketose einfach besser funktionieren.

Was passiert bei der Ernährungsumstellung auf Ketose?

Wenn die Zufuhr von Kohlehydraten genügend eingeschränkt wird (wniger als 30g pro Tag), dann sinkt auch der Blutzuckerspiegel (z.B. von 100 mg/dl auf 70 mg/dl), die Insulinausschüttung wird auf einen Bruchteil reduziert und die IGF-1 Produktion bleibt aus. Auch die durch diese Faktoren ausgelösten Tumor-fördernden Stoffwechselwege werden dann zurückgehen. Der Tumor wird langsamer wachsen, es werden keine neuen Blutgefäße gebaut um den Tumor zu versorgen und der Tumor muss sich anstrengen genügend Glukose zu finden.

Gleichzeitig schaltet sich der Gegenspieler vom Insulin, das Glukagon vermehrt ein. Glukagon regt den Abbau von Fett an und sorgt so für einen Anstieg der Ketone und Fettsäuren im Blut. Die Ketonkörper (Acetoacetat, Aceton und β-Hydroxybutyrat bzw. 3-Hydroxybutyrat) sind Stoffe welche entstehen, wenn die hormonell aktivierte Lipase sich an unser Fettgewebe ranmacht und es „auflöst“. Die Tumorzellen können diese Energieträger nicht für ihren eigenen Energiebedarf nutzen (sorry, dass ich das immer wieder wiederhole!). Die Tumorzellen kommen unter Druck, während gleichzeitig unsere gesunden Zellen besser unter diesen veränderten Bedingungen zurechtkommen. So entwickeln die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) bei erniedrigten Blutzuckerspiegeln die Fähigkeit, Glukose direkt über die Zellmembran aufzunehmen. Dazu bauen die roten Blutkörperchen vermehrt ein komplexes Molekül das als GLUT-1 bezeichnet wird. Auch andere Zellen können über die Produktion von Glut-1 die direkte Glukose-Aufnahme bei erniedrigtem Blutzucker- Spiegel erleichtern. Nur die Tumorzellen schaffen es nicht, bei einem erniedrigten Blutzuckerspiegel vermehrt Glut-1 herzustellen. Ein Teil ihrer Funktionseinbuße bestehet in der Unfähigkeit zur diesem Anpassungsschritt.

Obwohl das beim Fasten oder bei ketogener Ernährung vermehrt produzierte Glukagon auch für einen relativ stabilen Basis- Blutzuckerwert sorgt (über die sogenannte Glukoneognese aus Aminosäuren und Glycerin und den Abbau der Glykogen-Speicher) können Krebszellen diesen weniger gut nützen.

Freie Radikale und ketogene Ernährung

Wenn statt Kohlehydrate Ketonkörper wie beta- Hydroxybutyrat zur Energiegeninnung genutzt werden, entstehen deutlich weniger freie Radikale (ROS) und Entzündungsfaktoren. Diese reaktiven Verbindungen werden immer mehr mit verschiedensten chronischen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Das bedeutet wenn sie Ihren Körper von einem „Kohlehydrat-Motor“ auf einen „Fett-Motor“ umstellen, entstehen deutlich weniger dieser schädlichen Stoffe (Oxidantien) und Sie beugen so einigen chronischen Erkrankungen vor. Erhöhte Ketose- Werte schützen so z.B. das Nervensystem. Neurologen bezeichnen diese als „neuroprotektiv“ und entwickeln Medikamente welche Ketonkörper enthalten. Man kann dies auch anders herum sehen: Zucker/Kohlehydrate als Brennstoff schädigt die Nervenzellen auf Dauer, während Ketonkörper sauber und unschädlich „verbrannt“ werden können. Wegen dieser sauberen Verbrennung und der fehlenden Freisetzung von Entzündungsfaktoren wird die ketogene Ernährung in der neurologischen Forschung als Vorbeugung von Alzheimer, Parkinson und Altersdemenz untersucht.

Prof. Seyfried schreibt:

“Es gibt kein Medikament, das mir bekannt wäre, welches besser geeignet ist, im Mikrostoffwechsel Entzündungsfaktoren zu reduzieren als die ketogene Ernährung. Eines Tages werden auf der Basis dieser Erkenntnisse die größten Fortschritte in der Krebsheilung erzielt werden.“ Die durch ROS und Zucker ausgelöste chronische Entzündung schädigt die Mitochondrien und führt letztlich zur Tumorerkrankung.

Weniger Zucker ->weniger freie Radikale-> weniger Entzündung-> weniger Krebs

Wie kann ich die Krebszellen aushungern?

Wegen der oft vorliegenden Auszehrung ist eine kalorienreduzierte Ernährung bei Krebspatienten ein „heißes Eisen“. Bei Versuchstieren ist jedoch eindeutig nachgewiesen worden, dass fasten sowohl ererbte als auch erworbene Tumorerkrankungen reduziert. Eine isokalorische kohlehydratarme Ernährung führt aber zu der gleichen Stoffwechsellage wie ein längeres Fasten, ohne am oft schon geschwächten Körper des Krebspatienten zu zehren. Isokalorisch bedeutet, dass der Patient so viele Kalorien zu sich nimmt, wie er Tag für Tag verbraucht. Die sonst aus Kohlehydraten stammenden Kalorien müssen dann aus Fetten (z.B. Kokosöl) stammen. Dabei darf die Ernährung nicht zu reich an Eiweißen sein. Die meisten Eiweiße enthalten die Aminosäure Glutamin, die von Krebszellen zur Energieerzeugung genutzt werden kann. Prof. Seyfried empfiehlt deshalb eine Ernährung deren Kalorien zu 80% aus Fett und zu jeweils 10% aus Kohlehydraten und Eiweißen stammen. (mehr dazu unter „Die Krebsdiät“)

Diese Ernährung zwingt den Organismus dazu Fett als primäre Energiequelle zu nutzen. Sie enthält gerade so viel Eiweiß wie der Körper für eine gesunde Funktion benötigt. Insgesamt soll die Kalorienaufnahme eher leicht unter als über dem isokalorischen Wert liegen. Bei stark reduzierter Zufuhr an Kohlehydraten macht eine Kalorieneinsparung einen größeren positiven Effekt, als der Verzicht auf jegliches Kohlehydrat. Es ist also besser reichlich Gemüse und Salate zu verzehren (welche alle etwas Kohlehydrate enthalten) und, bei einem Kalorienbedarf von z.B. 2300 Kalorien, nur 2000 Kalorien zu sich zu nehmen.

Das Ziel dieser Ernährung ist also den Organismus in eine effektive Fettverbrennungs- Maschine zu verwandeln. Dabei werden die Fettmoleküle (Triglyceride) in die drei Fettsäureketten und das Glycerin zerlegt, aus dem Sie bestehen.

Fettmolekül Fettmolekül

Die Fettsäureketten werden zuerst in Ketonkörper und später in Acetyl-Co A abgebaut, welches in den Zitronensäurezyklus der Mitochondrien eingespeist wird. Aus einer Fettsäurekette mit 21 Kohlenstoffen entstehen so 96 Moleküle ATP. Aus dem übrig gebliebenen Glycerin (3er Kohlenstoff) baut die Leber Glukose. Wenn man also mehr Fette verzehrt als man braucht, bildet die Leber etwas Zucker aus dem Glyzerin und es kommt zu einer geringen Insulinausschüttung. Deshalb ist es wichtig, bei der ketogenen Ernährung auch auf die gesamt-Kalorienmenge zu achten. Ein leichtes kalorisches Defizit führt auch zum Abbau der gespeicherten Fette (Körperfett), was auch die Entzündungsneigung verringert. Ziel ist eine Verringerung des Blutzuckers auf 55-65 md/dl und eine Erhöhung der Plasma-Keton-Werte auf 4 mM. Nur zum Vergleich: eine gesunde Person hat Nüchtern-Blutzuckerwerte von 80-90mg/dl und Keton-Werte um die 0,3 mM (Millimol). Der schnellste Weg zu den angestrebten Werten geht über eine initiale Fastenperiode von 3-5 Tagen (nur Wasser). Während dieser Phase können Zucker-Entzugs-Symptome auftreten wie: Schwäche, Übelkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen.

Alternativ dazu empfiehlt Prof. Seyfried eine Induktionsphase in der die Menge der verzehrten Kohlehydrate auf 12 Gramm täglich reduziert werden. Gleichzeitig müssen die Eiweiße auf 0,8 bis 1,2 Gramm pro Kilo Körpergewicht eingeschränkt werden. Mit dieser Form der extremen ketogenen Ernährung erreichen Sie die oben angegebenen Werte in 3-6 Wochen. Wenn Sie die Werte dann erreicht haben, dann können Sie eine Art Feineistellung über die Menge der verzehrten Kohlehydrate und die Gesamtkalorien erreichen, indem sie den Ketonwert von 4 mM so genau wie möglich halten. Empfohlen wir eine Gesamtkalorienmenge die etwa 20-30% unter Ihrem Grundumsatz liegt. Diesen können Sie hier berechnen: http://www.fettrechner.de/berechnungstools/kalorienverbrauch/kalorienverbrauch.html

Wenn Sie übergewichtig sind und unter dieser Ernährung Gewicht verlieren, dann empfiehlt Prof. Seyfried die Kalorienzahl so zu bemessen, dass Sie nicht mehr als 1 Kilogramm pro Woche verlieren. Ebenso empfiehlt er die gleichzeitige Einnahme eines Multivitamin-Präparats und Magnesium, Calcium, Omega 3 und Vitamin D-Präparate.

Achtung: dies ist eine extreme Form der Ernährung. Sie wird von Prof. Seyfried bei Krebserkrankungen empfohlen. Um ein Metabolisches Syndrom, einen Diabetes Typ 2, einen Bluthochdruck, Autoimmunerkrankungen und Entzündungen positiv zu beeinflussen reicht eine „gemäßigte“ Kohlehydrat- reduzierte Ernährung vollkommen aus. Es dürfen dabei deutlich mehr Gemüse gegessen werden und der angestrebte Ketonwert im Blut liegt bei 0,5 bis 1,5 nM!!!

Es könnte schwierig werden, Ihren Hausharzt von einer regelmäßigen Blutentnahme zur Bestimmung der Ketone zu überzeugen. Sie können statt dessen auch direkt in ein Labor gehen und sich dort auch das Blut abnehmen lassen, oder Sie kaufen sich ein Gerät mit dem Sie zu Hause die Ketonwerte bestimmen können. Leider sind die meisten am Markt befindlichen Geräte nicht korrekt genug. Wenn Sie Interesse an einem Gerät haben, nehmen Sie doch einfach mit mir Kontakt auf.

Wenn Sie auf eine Tumor-Operation warten, können Sie mit der extremen Form der ketogenen Ernährung, nach Prof. Seyfried, die Blutzufuhr zum Geschwulst verringern, die Entzündungsfaktoren abbauen und die Größe des Tumors schon reduzieren und es dem Chirurgen umso leichter machen.

Generell müssen Sie Ihrem Arzt mitteilen dass Sie eine ketogene Ernährung einhalten. Es ist nämlich notwendig, die Medikamente anzupassen, welche Sie gerade einnehmen. So werden z.B. Blutdruckmedikamente oft überflüssig, weil ein erhöhter Blutdruck unter der ketogenen Ernährung stark abfallen kann. Auch Diuretika werden meist überflüssig. Insulin und orale Anti-Diabetika werden meist auch reduziert oder ganz eingestellt werden müssen um extreme Hypoglykämien zu vermeiden. Auch die Elektrolyte müssen regelmäßig überprüft werden. Wenn wir vorher viele Kohlehydrate gegessen haben, werden die Nieren gewohnt sein, vermehrt Natrium zurück zu halten. Dies fällt unter der ketogenen Ernährung weg und die Nieren geben das Natrium leichter ab. Deshalb kann es zu einer Verschiebung der Elektrolyte im Blut kommen. Generell muss unter der ketogenen Ernährung für eine gleichmäßige aber moderate Kochsalzzufuhr gesorgt werden. Eventuelle Kortison-Einnahmen müssen langsam reduziert werden, damit die ketogene Ernährung funktionieren kann. Kortison (z.B. Dexomethasone) führt ja zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels und kann so das Tumorwachstum unterstützen. Generell ist die Durchführung einer ketogenenen Ernährung kein „Kinderspiel“ und ich würde Ihnen empfehlen nicht nur Ihren Arzt zur Unterstützung zu gewinnen, sondern auch im sozialen Umfeld Menschen zu rekrutieren um Ihnen alle Unterstützung zu geben.

Trotzdem warnt Prof. Seyfried die ketogene Ernährung nicht als die einzige Anti-Tumor-Maßnahme einzusetzen. Er sagt: „wir glauben nicht, dass KKE (kalorienreduzierte ketogene Ernährung) alleine eine vollständige Krankheits- beseitigende Maßnahme für die meisten Krebspatienten ist.“ Er geht bei den zusätzlichen Maßnahmen auf ein paar Strategien ein, bittet jedoch die Wissenschaft ihn bei dieser Arbeit zu unterstützen. Eine der zusätzlichen Vorgehensweisen nützt den Zuckerhunger der Tumore aus. Der veränderte Zucker Fluro-Dehydroxy-Glukose wird vom Patienten eingenommen und von den Krebszellen gierig aufgenommen. Dieser Zucker kann jedoch nicht zu Energie umgewandelt werden und blockiert so den Fermentations-Stoffwechsel der Krebszellen.

Warum brauchen wir einen neuen Ansatz bei der Krebstherapie?

  • Bisherige Therapien zeigen oft anfänglich gute Ergebnisse, greifen aber einen sekundären Effekt des Krebsgeschehens, die Genommutationen, an. Sie müssen sehr hoch dosiert eingesetzt werden und verursachen heftige Nebenwirkungen.
  • Chemotherapie ist auch für gesunde Zellen giftig und Chemotherapeutika sind oft selbst als karzinogen eingestuft. Oft entwickeln die Krebszellen Resistenzen gegen wiederholt eingesetzte Chemotherapeutika. Es besteht das Risiko, dass der Krebs dann aggressiver zurückkommt.
  • Hoch dosierte Strahlentherapie aktiviert die Stoffwechselwege PI3K, Akt und HIF, welche mit Tumorwachstum assoziiert sind. Dies fördert nicht nur das Tumorwachstum, sondern auch die Gefäßneubildung und die Widerstandsfähigkeit gegen Chemotherapeutika. Auch wird durch die Bestrahlung die Zellfusion und Bildung aggressiver Hybridzellen gefördert. Natürlich zerstört eine hochdosierte Bestrahlung auch gesunde Mitochondrien und fördert so das Auftreten neuer Tumorerkrankungen („Sekundärtumore“).

Kalorienreduzierte ketogene Ernährung (KKE) löst dagegen einen natürlichen und entzündungsfreien Prozess aus: den programmierten Zelltod. Es gibt dabei keine Kollateralschäden- das gesunde Gewebe wird sogar gestärkt. Ein möglicher Gewichtsverlust geht nicht mit einer Schwächung einher. Im Gegenteil, die Patienten auf KKE berichten von einer zunehmenden allgemeinen Leistungsfähigkeit. KKE ist also eine nicht-toxische Methode um bei den verschiedensten Tumorerkrankungen die tumorfördernden Stoffwechselprozesse zu reduzieren.

Komplementäre unterstützende Maßnahmen

Wie berichtet, sieht Prof. Seyfried die kalorienreduzierte ketogene Ernährung nicht als Einzelmaßnahme bei Krebserkrankungen an. Folgende zusätzliche Ansätze sieht er als erfogsversprechend an:

  • Anti-Glykolytische Medikamente (wie 3-Bromopyruvat) welche zusätzlich noch die fermentative Energiegewinnung in den Tumorzellen blockieren. Hierdurch hätte man schon einen “Doppelschlag” der den Glukose abhängigen Tumoren den Garaus machen würde.
  • Auch orale Antidiabetika können unter strenger permanenter Blutzuckerkontrolle, zusätzlich zur KKE, zum Einsatz kommen (Gefahr: extreme Hypoglykämie).
  • Hyperbarer Sauerstoff wäre eine elegante, nicht toxische Methode, den unter KKE geschwächten Krebszellen, den letzten Stoß zu geben. Die Therapie könnte in allen bestehenden Druckkammern, welche für Taucherunfälle gedacht sind, aber meist nicht gebraucht werden, eingesetzt werden. Hierbei wird zweimal wöchentlich, eine halbe Stunde lang, reiner Sauerstoff unter dem dreifachen atmosphärischen Druck geatmet. Der Überschuss an Sauerstoff erhöht nicht nur die für die Tumorzellen besonders toxischen freien Sauerstoffradikale; er reduziert auch das Enzym Hexokinase II, welches für eine optimale Zuckerverwertung in der Zelle notwendig ist.

Nur um eines klar zu stellen: Wenn Sie sich gerade in einer Krebs- Behandlung befinden, so bedeutet dies nicht, dass Sie ohne die KKE keine Erfolgsaussichten haben. Oft ist die chirurgische Entfernung des Tumors schon ausreichend, um eine Heilung zu erreichen. Wenn Sie einen unkomplizierten Tumor haben, der problemlos entfernt werden kann, dann sollten Sie keine Zeit verstreichen lassen, diesen zu entfernen, bevor er metastasiert. Bei einigen Krebsarten hat auch die übliche Chemo- und Strahlentherapie schon zuverlässig Erfolge gefeiert. Chemotherapie und Bestrahlung töten ja wie bereits erwähnt die Krebszellen leichter ab, weil diese auf Grund ihres veränderten Stoffwechsels empfindlicher sind. Und mit einem ausreichend aktiven Immunsystem, schafft der Körper dann den Rest. Manche Menschen ändern nach einem solchen „Krebs-Schock“ auch ihre Lebensweise, sorgen besser für sich selbst und hören zum Beispiel mit dem Rauchen auf. Sie ernähren sich gesünder und bewegen sich mehr; oder haben einfach nur Glück und der Krebs kehrt nicht zurück. So hat die bisher übliche Krebstherapie auch ihre Erfolge gefeiert. Es geht hier mehr darum den Menschen zu helfen, welche keine solch guten Erfolgsaussichten haben, oder schon erfolglose Behandlungen hinter sich haben.

Dazu gehören besonders Patienten mit Gehirntumoren. Wegen des großen Energiehungers des Gehirns, wirkt sich dort eine andauernde „Zucker- Überlastung“ besonders stark aus. Vielleicht ist dies der Grund, warum Gehirntumore auch bei noch jüngeren Patienten immer häufiger auftreten.

Hier ein paar Fallstudien aus Prof. Seyfrieds Buch:

Frau Dr. Linda Nebeling, die jetzt am National Cancer Institut der USA arbeitet, hat die erste Studie mit der ketogenen Ernährung bei Hirntumoren durchgeführt (Nebling 1995). Dabei wurden zwei kleine Mädchen, die eine 3 Jahre alt mit einem Astrozytom Grad IV und die andere 8 Jahre alt mit einem Astrozytom III. Grades, mit der ketogenen Ernährung behandelt. Beide Mädchen reagierten gut auf die ketogene Ernährung und konnten ihre Tumore, ohne weitere Chemo- oder Strahlentherapie, um über 20% reduzieren und auf Dauer in Schach halten.

Dr. Giulio Zuccoli (ein italienischer Neuro-Radiolologe) und Thomas Seyfried veröffentlichten folgende Fallstudie [Zuccoli 2010]: Eine Frau mit einem Glioblastom (ein Hirntumor) die mit einer stark kalorienreduzierten ketogenen Ernährung (600 kcal/Tag) behandelt wurde.

Bei der Diagnosestellung erhielt die Patientin noch Steroide um die Entzündung zu reduzieren und Anti-Epileptika gegen die Krampfanfälle. Sie fastete ein paar Tage und wurde dann operiert um die Tumormasse zu reduzieren. Anschließend kam die Umstellung auf die stark kalorienreduzierte ketogene Ernährung. Nach 14 Tagen konnten die Steroide (Kortison) abgesetzt werden. Die Patientin wurde mit einer milden Chemotherapie und Bestrahlung behandelt. Nach weiteren 2 Monaten wurden auch diese Behandlungen abgesetzt. Eine Woche danach wurde sowohl ein PET- Scan als auch eine Kernspin- Tomographie durchgeführt. Man konnte weder ein Tumorgewebe noch eine entzündliche Schwellung feststellen. Die Patienten beendete daraufhin auf eigenen Wunsch die kalorienreduzierte ketogene Ernährung. Bei einer erneuten Kontrolluntersuchung nach 10 Wochen wurde bei der Kernspintomographie ein erneutes Tumorwachstum festgestellt.

Dieser Fallbericht belegt folgendes:

1, die ketogene Diät war bei der Patientin erfolgreich und wurde ohne große Probleme und Nebenwirkungen toleriert,

2, die ketogene Diät ist möglicherweise eine gute zusätzliche Maßnahme bei ähnlichen Fällen, bei denen die zu erwartenden Therapieerfolge sonst nicht gerade gut wären und

3, wegen der anti-entzündlichen Wirkung der ketogenen Ernährung konnte auf Steroide(Kortison) verzichtet werden (Glucokortikoide erhöhen den Blutzucker und fördern so das Tumorwachstum).

Dr. Eugene Fine, Professor für Nuklearmedizin, veröffentlichte vor nicht zu langer Zeit folgende 28 tägige Pilot-Studie [Fine 2012]. Zehn Männer und Frauen im Alter von 53-73 Jahren welche an den unterschiedlichsten Krebsarten litten (3 Dickdarm-, 2 Brust-, 2 Lungen-, 1 Ovarial-, 1 Speiseröhren- und 1 Eileiter- Karzinom) wurden auf eine kalorienmäßig nicht eingeschränkte ketogene Diät gesetzt. Nur die Kohlehydrate wurden auf 9% des täglichen Energiebedarfs beschränkt (das ist großzügig und nicht nötig). Die Eiweiß- und Fettmengen wurden nicht eingeschränkt. Nun: bei allen Patenten bei denen sich unter dieser Ernährung eine deutliche Ketose (0,8- 1,2 mMol/dl) entwickelte, schrumpften die Tumore nachweislich (mittels PET-Scan).

Dr. Fine führt die Schrumpfung nicht nur auf den Effekt der Ketone, sondern auch auf die reduzierte Insulin-Freisetzung unter ketogener Ernährungsweise zurück. In den verschiedensten Studien konnte sein Team nachweisen, dass alle tumorfördernden Stoffwechselwege von einer aktiven Nutzung des Insulinrezeptors abhängen. Keine Insulinfreisetzung -> keine Andockung des Insulins an den Rezeptor -> keine Freisetzung dieser Tumorförderstoffe. Dabei ist es interessant anzumerken, dass die neuen „intelligenten“ und teuren Krebsmedikamente wie Rapamycin nichts anderes tun, als diese tumorfördernden Stoffwechselwege (PI3K, HIF, mTor und Akt) zu hemmen. Dr. Fine fand heraus, dass eine ketogene Ernährung genau die gleichen Effekte hat. Hier sein brillanter Vortrag:

 

 

Beth Zupec-Kania ist eine spezialisierte Ernährungsberaterin, die Kindern mit Epilepsie hilft die ketogene Ernährung einzuhalten. Vier Patienten mit Glioblastom (Hirntumor) baten sie darum auch ihnen bei der Umstellung auf ketogene Ernährung zu helfen und Frau Zupec-Kania dokumentierte ihren Verlauf. Drei der vier Patienten hatten bei allen späteren Kernspin- Untersuchungen einen Rückgang des Tumors zu verzeichnen. Von diesen dreien leben zwei noch heute. Viele Jahre, nach denen ihnen eröffnet wurde, dass sie nur noch wenige Monate zu leben hätten. Der dritte Patient hatte schon zu Beginn der ketogenen Ernährung ein weit fortgeschrittenes Stadium. Er überlebte die zwei Monate Lebenserwartung, die ihm bei Diagnosestellung gegeben wurden, um ein volles Jahr und war dabei bis auf die letzten 8 Wochen voll aktiv und beschwerdefrei.

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